Affen, Narren, Hampelmänner, Deppen und Obst

Was scherzhaft gemeint ist, kann auch schmerzhaft sein; or when is a joke not funny, when it makes someone or something laughable — „lächerlich machen“ — rather than being humorous – „humorvoll, lustig or witzig“ — then it can be hurtful.

Sich zum »Etwas« machen – Affen, Narren, Hampelmann, Deppe, Obst
Literally to make a monkey, a jester, a jumping jack, a muppet or fruit of oneself

Diese Ausdruck-Familie gibt mir die Möglichkeit über die N-deklination (N-declension) zu diskutieren. „Der Affe“ (the monkey, the ape) und „der Narr“ (the jester) müssen, außer im Nominativ,  ein »n« oder »en« am Ende haben. Sie befinden sich in guter Gesellschaft mit „der Name,“ „der Löwe“ und „der Held“. Außer „das Herz“ (und seine Ableitungen) sind alle maskulin.

Kasus
Nominativ der Affe der Narr
Akkusativ den Affen den Narren
Dativ dem Affen dem Narren
Genitiv des Affen des Narren

Ein paar andere Beispiele sind:

  • der Franzose
  • der Herr
  • der Junge
  • der Mensch
  • der Nachbar
  • der Polizist
  • der Soldat
  • der Student

Fast alle sind wie oben, kein »s« am Ende im Genetiv. Die Ausnahmen sind:

  • der Fels
  • der Frieden
  • der Funke (im Sinne von „Schwung“ oder „Hoffnung“)
  • der Gedanke
  • der Glaube
  • der Name
  • der Same (im Sinne von „Einwohner“)
  • der Wille
Kasus
Nominativ der Fels der Name
Akkusativ den Felsen den Namen
Dativ dem Felsen dem Namen
Genitiv des Felsens des Namens

Laut canoo.net gibt es 225 solche Wörter, diese Acht und ihrer Ableitungen.

Ich hoffe, dass das hilfsbereit war, weil ich niemanden zum Narren halten oder einen Bären aufbinden möchte.

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Darauf kannst du Gift nehmen?

Seit ich Die Fremde Braut las, wusste ich, dass „wett“ eine Vorsilbe ist, weil die Autorin das Wort „wetteifer(t)en“ anwandete. Ziemlich oft begegnete ich das Wort „der Wettbewerb“, aber ich dachte nicht, dass „wett“ und „bewerb“ zusammengesetzt war. Laut www.verblisten.de gibt es:

wettlaufen — unregelmäßig, untrennbar, sein
wettmachen — regelmäßig, trennbar, haben
wettrennen — unregelmäßig, untrennbar, sein
wettrudern — regelmäßig, untrennbar, sein
wettschwimmen — unregelmäßig, untrennbar, sein
wettstreiten — unregelmäßig, untrennbar, sein
wettturnen — regelmäßig, untrennbar, haben

Wie ihr seht, die „wett-Wörter“ sind vielfältig. Ein paar sind regelmäßig, einige sind unregelmäßig. Ein paar sind trennbar, einige sind untrennbar. Schließlich sind einige mit dem Hilfsverb „haben“ und ein paar mit „sein“ gebildet werden.

Es gibt auch Nomen, die mit „wett“ gebildet sind. Etliche haben etwas mit „wetten“ zu tun, wie: „der Wettannehmer, der Wettbetrug, der Wetteinsatz, die Wettquote“.

Eifersucht ist eine Leidenschaft,
Die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
Franz Grillparzer

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Wie man drei Sterne bekommt

Das Wort „der Chef“ bedeutet nicht „der Manager“ oder „der Boss“ auf Englisch, sondern „der ausgebildete Koch“. Hierdurch denke ich immer an großartiges Kochen und Essen, wann ich das Wort höre. Vielleicht ist das nicht so weit hergeholt als es zuerst erscheint: Es gibt ein paar Parallelen zwischen die Aufgaben des Chefs und des Meisterkochs. Der Meisterkoch denkt an wie man Zutaten zusammenstellen kann, damit die zum etwas Wunderbares transformiert werden. Der Chef denkt an wie man ein Team zusammenstellen kann, damit das Team etwas Besonderes erreichen wird. Die beiden müssen daran denken, welches mit welchem gut passt. Sie müssen auch bedenken, wie man jemanden oder etwas behandelt sollte, um das Beste davon herauszuholen. Und wenn es heiß wird, müssen sie cool bleiben. Vor allem können der gute Chef und der gute Meisterkoch die Möglichkeiten sehen, die drinnen ein Mensch oder eine Zutat liegen.

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Lieb und wert halten

Lieblingswörter. Manche haben ein paar. „Gemütlichkeit“ oder „Heimat“ oder „Schadenfreude“, zum Beispiel. Natürlich interessiere ich mich für welche Wörter beliebt sind. Aber ich interessiere mich auch für jene, dass die meisten Ausländer eine riesige Herausforderung finden und den Grund dafür. Einige von diesen haben schwierige Laute wie »ch« oder »ü« oder »ö«, dass in anderen Sprachen nicht gibt. Es gibt auch Laute, die man kennt, aber wie die auf Deutsch verbinden können merkwürdig ist: »Pfanne, Pfote und Pfund«. Außerdem gibt es Laute, wo die entsprechenden Buchstaben nicht gleich sind. Auf Spanisch buchstabiert man den Laut /b/ mit »b« oder »v«.    Offensichtlich kann man Synonyme lernen, um solche Wörter zu vermeiden, aber dass ist nicht immer möglich.

Wörter mit viele verschiedene Bedeutungen können genauso anstrengend sein. „Einsatz“ zum Beispiel. Auch schwer ist wenn die Bedeutung  von dem Geschlecht abhängig ist: „die Leiter“ und „der Leiter“. Es gibt auch die sogenannten falsche Freunde. „Gift“ und gift — poison und „Geschenk“ — oder „bald“ und bald soon und „glatzköpfig“. Früher beschrieb ich verwirrte Bandwurmwörter wie „Unkraut“ und „Unheil“, wo die Bedeutung das Ganzes nur in einer schwachen Beziehung mit den Teilen steht.

Schließlich gibt es Wörter wo die Grammatik eine Rolle spielt. Wenn man einige maskuline Wörter wie „der Name“ und „der Löwe“ verwendet, muss man außer dem Nominativ ein »n« oder »en« hinzufügen. „Der Mann hat einen Löwen. Am Geburtstag des Löwen geht der Mann mit dem Löwen in den Zirkus“. Dies bringt mich auf Wörter, dass häufig in Dialog in Deutsch diskutiert sind: „das Jahr“ und „der Monat“. Während eine Vorstellungsrunde muss man fast immer die Mehrzahl dieser Wörter benutzen —„Ich heiße Katherine. Seit dreieinhalb Jahren/Monaten wohne ich in Hamburg“. Glücklicherweise gibt es eine Regel. Endet eine Mehrzahl ohne »n« oder »s«— wie „die Häuser“ und „die Schlüssel“ — dann hinzufügen wir im Dativ (und nur im Dativ) ein »n« — „bei den Häusern“ und „mit den Schlüsseln“.

Nun, da ich all das geschrieben, denke ich, dass diese schwierige Wörter eigentlich reizvoll sind.

 

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Um die Sprache zu vervollkommnen?

Ich besuche Dialog in Deutsch, um mein Deutsch zu verbessern.

Ich beeile mich, um den Bus nicht zu verpassen.

Ich laufe fast jeden Tag, um meinen Körper zu verstärken.

Leute lesen mein Blog, um sich zu amüsieren.

Sie stehen auf die lange Schlange, um Eintrittskarten zu kriegen.

Über diese  „um… zu…“ Infinitivkonstruktion geredeten wir am Mittwoch. Laut easy-deutsch.de heißen Sätze mit solcher Konstruktion „Finalsätze“. Finalsätze antworten die Fragen. Deswegen sind solche Finalsätze bestens geeignet, wenn man seinen Zweck, sein Ziel oder seine Absicht erklären will. Mit dieser Konstruktion müssen das Subjekt des Hauptsatzes und des Finalsatzes dieselbe sein (wenn nicht, dann muss man einen Nebensatz mit „damit“ bilden). Um die Konstruktion richtig zu benutzen benötigt, dass man nicht das Subjekt in dem Finalsatz wiederholen darf. Zum Beispiel, sagt man nicht »Ich besuche Dialog in Deutsch, um *ich mein Deutsch zu verbessern«.

Diese  „um… zu…“ Infinitivkonstruktion gefällt mir sehr, weil ich den zuerst in den Kinderbücher von Martin Widmark begegnete. Vielleicht ist das der Grund, dass ich diese Konstruktion nicht nur mit „Wozu?“ und „Wofür?“ sondern auch mit „Warum?“ verbinde: Kinder sagen immer „Warum?“

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Her und hin und nichts gefunden

Ich mochte etwas über die Herkunft das Wort „Herkunft“ schreiben, weil ich bemerkte, dass es ein bisschen wie das Wort heritage klingt. Aber leider konnte ich nichts finden, weder Online noch im Bücherregal. Laut die Wortbildunganalyse von canoo.net stammt das Wort aus „herkommen“. Obwohl das interessant ist, half es mir nicht. Warum? Die Herkunft von „herkommen“ konnte ich auch nicht entdecken. Schade, dass ich nicht nur »komm hierher,  bitte« sagen könnte, und würde mir alles klar.

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Kann man Limonade ohne Limone machen?

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Dieses Bild wirbt Bier mit „Zitronenlimonade“. Auf English heißt lemonade ein Getränk, dass ein Zitrone-Geschmack hat oder aus Zitronen gepresst ist. Dass es nach Zitronen schmeckt, bestimmt dieses Getränk. Die Herkunft ist französisch: limon  (Zitrone) + ade (Nachsilbe, dass das Erzeugnis einer Handlung bedeutet). Deswegen klingt „Zitronenlimonade“ — lemon lemonade — ein bisschen seltsam. Aber in dem deutschsprachigen Raum hat es Sinn, weil „die Limonade“ soda oder soft drink heißt. Das ist genauso wie, wenn man in den südöstlichen Staaten coke sagt und „Limonade“ statt „Cola“ (oder lemonade) meint. Ach du grüne Neune! Es gibt immer falsche Freunde.

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Wenn Lesen glatt läuft

Dank dem Empfehlungsregal der Bücherhalle Barmbek, lese ich jetzt ein tolles Buch von Petra Hartlieb: »Meine wundervolle Buchhandlung«. Da drinnen begegnete ich dem Wort „umschiffen“ im übertragenen Sinne — „Wir umschiffen das Thema gekonnt“ — We skillfully avoid the topic.  Man kann auch Felsen oder ein Kap umschiffen, anders ausgedruckt umfährt man sie. Ich finde das Wort großartig, weil es ein schönes Bild vor meinem geistigen Auge malt. Das Thema sieht wie einen Eisberg aus, und die Familie lotst sich selbst darum herum.

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Were I to be abducted by grammar aliens

Each Friday in Dialog in Deutsch we discuss words that we’ve encountered that we failed to understand. This week one of the words was entfahren. I’d not heard this before, but I did know the word entführen and so wondered if they were related. Turning to PONS for help, I found this example: ihm ist ein Schimpfwort entfahren – “he let a swear word slip” or “a swear word escaped his lips” (the Spanish translation is se le ha escapado un taco and so now I know that el taco is a word with many different meanings!). So far, so good. Then I go to the entry for entführen – “to abduct” or “to kidnap” – and it also gives entfahren. Why? here’s my supposition with the help of the word form tables from Canoo. The simple indicative past of entfahren is entfuhren, but the past subjunctive form is entführen. Here is the way that one English grammar website describes the past subjunctive “The past subjunctive is used in subordinate clauses and refers to unreal or improbable present or future situations.” A German grammar site offers this pearl: ”[D]ie reale Welt sieht wirklich sehr trist aus. Die Wunschwelt im Konjunktiv II dagegen ist rosig.“ If a swear word were to escape her lips…it might because she was studying grammar in the none-too-rosy real world.

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Ever wondered why it was called a swede?

On top of German, I am also working on reviving my Spanish. Yesterday I was working on a lesson about country names and nationalities and I came across the Spanish name for people from Sweden sueco/a. Not immediately recognizing this as the word for Swedish people, I looked it up with dict.cc’s Spanish-German site. When I typed the word sueco, it offered nabo sueco – literally “Swedish root vegetable,” but what is more commonly known in much of the English-speaking world as “swede” (for readers in the US, this vegetable is the rutabega and I am still in the dark about the origins of this latter name). Curiously (well as a non-botanist it seems curious to me), nabo gallego – literally “Galician root vegetable” – is “rapeseed” or what is called “canola” in North America. According to wisegeek.org: “The name of the plant derived from the Latin rapum, which means ‘turnip,’ and it has been used since the 14th century. In the other sense of the word, ‘rape’ is derived from rapere, ‘to take by force,’ and it dates to 1481.”

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a free state of mind

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